Muskelaufbau & Bodybuilding

Bodybuilding

Ein gestählter und muskulöser Körper ist in der Vorstellung von vielen Männern ein attraktives Statussymbol. Auch manche Frauen empfinden männliche Muskelprotze oder einen eigenen muskelbepackten Körper als Sinnbild der Schönheit. Die Entscheidung hierüber ist natürlich persönliche Geschmackssache und jedem selbst überlassen. Doch ein wohldosierter Muskelaufbau dient nicht nur der Ästhetik, sondern fördert die Gesundheit in vielen Belangen, wie Du hier lesen kannst.


Schlafender BodybuilderSo entwickelte sich das Bodybuilding

In Verbindung mit dem Wort Bodybuilding sehen die meisten Menschen übertriebene Muskelpakete vor sich, die eingeölt und solariumgebräunt vor einer Jury posieren. Im klassischen Sinne stimmt das. Denn das ausgeprägte Bodybuilding ist ein Wettbewerbsport, dessen Zielausrichtungen auf dem Kraftsport und der Körperformung liegen.

Der Vorreiter des Kraftsports und des Bodybuildings war schon Ende des 19. Jahrhunderts der Ostpreuße Eugene Sandow, der mit bürgerlichem Namen Friedrich Wilhelm Müller hieß. Er kreierte unter anderem eigene Shows, bei denen er seine Kraft mit Stemmvorführungen zur Schau stellte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, im September 1901, veranstaltete er den ersten Bodybuildingwettbewerb, den er „The Great Competition“ nannte.

Sandow löste mit seinem Sport einen Körperkult zur Selbstdarstellung aus, der bis in die 1970er Jahre zu den Männerdomänen zählte. Nach und nach gesellten sich immer mehr Frauen in die Riege der Bodybuilder und veranstalten seither eigene Wettbewerbe.

Etwas in Verruf kam der betonte Körpersport durch die Einnahme bestimmter Substanzen, um schneller einen beträchtlichen Muskelaufbau zu erreichen. Anabolika, Mittel zur Stärkung der Proteinsynthese und des Gewebeaufbaus, gehören zu den bekanntesten Aufputschmitteln im Kraftsport.

Allerdings kann Bodybuilding durchaus auch zum normalen und nicht exzessiven Muskelaufbau praktiziert werden, was mittlerweile viele gesundheitsbewusste Menschen tun. Auf die Ausgewogenheit beim Training und der Regeneration kommt es dabei an.

 

Das richtige Training für gesunden Muskelaufbau

Ein straffes Muskelgewebe lässt den Körper nicht nur vitaler erscheinen, es stärkt außerdem den Bewegungsapparat. Dadurch lassen sich viele Erkrankungen vermeiden oder deren Symptomatik lindern.

Für den Muskelaufbau und die Erhaltung dessen ist ein stetiges Training erforderlich. Du musst kein tägliches stundenlanges Übungsprogramm wie bei den Profis absolvieren – und doch sollte die Muskelpflege eine gewisse Kontinuität haben. Zwei bis drei Mal wöchentlich eine halbe Stunde Körpersport ist ein akzeptables Mittelmaß.

Zur Ausübung der sportlichen Einheiten gibt es Trainingsgeräte oder Hanteln, die mit diversen Gewichten bestückt werden können. Hier sind eine gute Einweisung zum richtigen Umgang mit den Geräten und die saubere Ausführung der Übungen unbedingt zu empfehlen.

Genauso wichtig sind ausgewogene Trainingsabläufe, die sich nicht nur auf eine Körperregion konzentrieren. Denn was nutzt Dir zum Beispiel ein extrem trainierter Bauch, wenn Dein Rücken das Nachsehen hat. So etwas führt im Endeffekt zu Haltungsschäden und ist kontraproduktiv.

Je nach Wunsch des Muskelaufbaus werden die einzelnen Übungen in festgelegten Wiederholungszahlen ausgeführt. Häufige Wiederholungen (acht bis zwölf Mal) mit geringeren Gewichten trainieren den Muskel länglich und kräftigend. Wenig Wiederholungen (ein bis fünf Mal) mit schwereren Gewichten sorgen hingegen für ein dickes und kraftvolles Muskelgewebe.

 

Die Wichtigkeit der Regeneration für den KörperArnolg schnarcht

Wie in allen Sportarten ist die körperliche Regeneration auch im Bodybuilding von großem Belang. Die trainierten Muskelpartien benötigen eine gewisse Zeit, um sich von den belastenden Kontraktionen zu erholen. Viele Bodybuilder führen deswegen ein sogenanntes Splittraining durch. Dabei wechseln sich die Muskelgruppen in den Trainingseinheiten ab, was zudem einem ausgewogenen Trainingsprogramm zugutekommt.

Ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung unterstützen den Regenerationsprozess erheblich. Dem Körper müssen verbrannte Nährstoffe, wie Kohlenhydrate und Mineralstoffe, wieder zugeführt werden. Bodybuilder setzen außerdem auf eine hohe Eiweißzufuhr, um den Aufbau der Muskulatur zu fördern. Ein ruhiger Schlaf ist das A und O für eine gute Erholung. Sechs bis acht Stunden störungsfreie Nachtruhe sind hier ein empfehlenswerter Mittelwert.

 

Störenfriede der Regeneration abstellen

Störfaktor einer erholsamen Nacht kann zum Beispiel das Schnarchen sein und damit ist nicht nur das Knattern Deines Bettnachbarn gemeint. Dauerhaftes Schnarchen kann außerdem gefährlich werden, denn oft kommt es dabei zu Atemstillständen. In der Folge sind sogar schon Herzinfarkte aufgetreten. Doch was kann man gegen das Schnarchen tun?

Starke Schnarcher sollten unbedingt einen Arzt zur Ursachenforschung aufsuchen. Mittel gegen das Schnarchen gibt es einige, wie etwa eine Schnarchschiene oder das Schlafen in der Seitenlage. Aber hinter dem nächtlichen Konzert können sich auch andere Erkrankungen verbergen, was nur eine ärztliche Diagnose herausfinden kann.